Keltenmuseum Hochdorf/Enz

Ein Jahrhundertfund und sein Museum

 


Das Museum

Das Keltenmuseum Hochdorf/Enz ist ein kommunales Museum 
in der Trägerschaft der Gemeinde Eberdingen. Es wurde am 25. Mai 1991 eröffnet.

Das Museum ist dem frühkeltischen Fürstengrab von Hochdorf mit seinen einmaligen
Funden und Befunden aus der Zeit um 540 v. Chr. gewidmet. Die Fülle der Erkenntnisse
über den Lebensstil der Hallstattfürsten, die man bei den wissenschaftlichen Untersuchungen
dieses außergewöhnlichen Grabes gewonnen hat, stellt das Museum in anschaulicher Weise
dar. Das Museumsgebäude greift Elemente des Grabbaus auf und übersetzt sie in moderne
Formensprache. Über den Bau spannt sich ein 60 m breiter und 6 m hoher Metallbogen,
der die ursprünglichen Abmessungen des mächtigen Grabhügels sichtbar macht.
Die Grabkammer selbst befindet sich, wie bei den Grabungen angetroffen, unterirdisch
im Zentrum der Hügelkonstruktion.
 











Dem Kunstschmied Gerhard Längerer sind die werkgerechten Rekonstruktionen
der Beigaben aus Bronze und Eisen zu verdanken.







Vom Stofffragment zum fertigen Gewebe: Johanna Banck beim Nachweben
einer der Borten aus der Grabkammer.


 





Der Museumsrundgang

 

Bei seinem Rundgang findet der Besucher Antworten auf die Fragen:
Wie arbeitet die Archäologie? Wie lebten die Menschen in frühkeltischer Zeit?
Was erzählen die Funde über den Alltag der Bevölkerung, ihre wirtschaftlichen
und sozialen Verhältnisse. Eine 25-minütige Multivisionsschau informiert über
die Fundgeschichte, die Ausgrabungen und die Fürstengräber um den Hohenasperg. 
In einem 20-minütigen Film erläutert der Kunstschmied Gerhard Längerer, die
Arbeitsweise der eisenzeitlichen Schmiede.